Alois Mosbacher: outside fiction

Alois Mosbacher zählt zu den wesentlichsten Vertretern der so genannten „Neuen Malerei“ der 1980er-Jahre in Österreich. Begleitend zur großen Personale in der Neuen Galerie Graz präsentiert das Buch "outside fiction - Alois Mosbacher" wichtige, aktuelle Werke aus seinem Oeuvre.

 

Die Farben seiner Bilder sind zurückhaltend und beinahe lieblich, die Motive dafür schockierend eindringlich: (unschuldige?) Menschen, die im Wald hingerichtet werden, ein anonymer Angreifer mit bedrohlicher Waffe: Mosbacher arbeitet in erster Linie als Maler und ist dabei der Tradition der expressiven Gegenständlichkeit verpflichtet.
Neben schaurigen Themen gibt es aber auch durchaus lustige Motive: ulkige Hundekarikaturen, ein Schaf mit Stehlampe oder ganz einfach eine Gans, die seelenruhig zum Badeteich watschelt.

 

Dieses Spannungsverhältnis drückt Mosbacher meisterhaft zwischen Malerei und Grafik aus. Den Einsatz von Fotografie und Massenmedien kann man in den Bildern der letzten Jahre deutlicher feststellen als in seinen mythisch angehauchten Malereien der 1980er-Jahre. Immer wieder hat Mosbacher auch im skulpturalen und installativen Bereich gearbeitet, und in letzter Zeit tendierten seine Ausstellungen sehr weit in Richtung Rauminszenierung oder Installation.

 

Das Buch zeigt Highlights aus der langen Karriere des Künstlers aus internationalen Sammlungen und präsentiert so eine alternative Form der Retrospektive, die sowohl einen Überblick auf Vergangenes ermöglicht, als auch eine wesentliche Aussage in der Gegenwart zu treffen imstande ist.
(MV-P)

 

Info:
Alois Mosbacher: outside fiction
Verlag Hatje Cantz
Hrsg. Günther Holler-Schuster, Gespräch zwischen Hans-Ulrich Obrist und dem Künstler , Text von Robert Fleck, Günther Holler-Schuster, Annelie Pohlen, Konrad Tobler, Gestaltung von Alois Mosbacher
Deutsch, Englisch
2010. 240 Seiten, 289 Abb., davon 206 farbig
22,40 x 28 cm, ISBN 978-3-7757-2729-7

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