BA Kunstforum: Brandls Bilderkosmos
Herbert Brandl zählt zweifellos zu den gefragtesten Künstlern Österreich. Das Bank Austria Kunstforum in Wien zeigt nun eine großzügig angelegte Werkschau von Herbert Brandl, die etwa 60 Arbeiten seit den frühen 1980er-Jahren beinhaltet, begleitet von aktuellen Gemälden, die der Künstler eigens für die Ausstellung geschaffen hat.
Herbert Brandl nimmt in der österreichischen Kunstszene eine Schlüssel-Position in der aktuellen Malerei ein. Seine Teilnahme an der documenta IX in Kassel 1992, der Biennale di Venezia 2007 sowie die Einzelausstellung in den Hamburger Deichtorhallen 2009 zeugen von seiner internationalen Präsenz. Brandls Frühwerk, das Anfang der 1980er-Jahren einsetzt, ist im wiederaufkommenden Neoexpressionismus angesiedelt. Sein bevorzugtes Sujet: Die Landschaft. Sie ist eine Mischung aus impressionistisch und expressionistisch, sensitiv und/oder destruktiv angelegt.
Dabei changieren die Bilder zwischen Abstraktem und Gegenständlichem, es entstehen abstrakte Farbfeldmalereien und mächtige Gebirgsbilder.
Die aktuellen Gemälde sind vorwiegend von einer abstrakten Gesamtstruktur in greller, übersteigerter Farbgebung bestimmt.
Trotz aller Aktualität und Eigenständigkeit bekennt sich der Künstler zur großen Tradition der Malerei. Affinitäten zu den Alten Meistern, vor allem zu Altdorfer, Tizian und auch Rubens, sind erkennbar, jedoch ohne diese zu zitieren. Es sind mehr atmosphärische Erinnerungsbilder, in denen jegliche Figuration und Narrativität beiseite geschoben werden.
Info:
Herbert Brandl, zu sehen bis 15. April 2012
Kunstforum Bank Austria
Freyung
A-1010 Wien
Öffnungszeiten:
täglich 10-19 Uhr
Freitags 10-21 Uhr



