Claes Oldenburg: Mausmuseum & Gummiklo

Mit seinen humorvollen und hintergründigen Darstellungen von Alltagsobjekten ist Claes Oldenburg einer der populärsten Allround-Künstler seit den späten 1950er-Jahren. Er ist nicht nur ein Hauptvertreter der Pop Art, der Performance- und der Installationskunst, sondern prägte auch maßgeblich die Kunst im öffentlichen Raum.


Das MUMOK Wien zeigt nun die bisher umfangreichste Schau von Oldenburgs Frühwerk der 1960er-Jahre. So sind in der Ausstellung zahlreiche Ikonen der Pop Art zu sehen: angefangen bei der Installation „The Street“ mit ihren von Graffiti inspirierten Darstellungen des modernen Großstadtlebens, über die berühmten Konsumartikel seines Geschäftslokals „The Store“ bis hin zu den ebenso simplen, wie Aufsehen erregenden Gebrauchsgegenständen des modernen Eigenheims: Telefon, Toilettenschüssel, Badewanne, Ventilator, Säge, Lichtschalter.


Ein weiteres Kapitel widmet sich Oldenburgs ersten Entwürfen von riesigen Monumenten seiner Konsumobjekte für den öffentlichen Raum. Den Schlusspunkt bildet das „Mouse Museum“, ein begehbares Miniaturmuseum in Form einer Geometric Mouse, für das Oldenburg seit den späten 1950er-Jahren insgesamt 385 Gegenstände gesammelt hat. „Die Malerei“, so Oldenburg, „die so lange in ihrer goldenen Gruft in einem gläsernen Sarg geschlafen hat, wird gebeten, herauszukommen und schwimmen zu gehen, man gibt ihr eine Zigarette, eine Flasche Bier, das Haar wird ihr zerzaust, sie bekommt einen Stoß und stolpert, sie lernt lachen, sie bekommt alle möglichen Kleider, fährt Rad, beginnt zu fliegen und fährt mit 100 km/h.“


Info:
Claes Oldenburg, zu sehen bis 28. Mai 2012

MUMOK
Museumsplatz
MuseumsQuartier
A-1070 Wien


Öffnungszeiten:
Mo 14–19 Uhr
Di bis So 10–19 Uhr
Do 10–21 Uhr