160 Schiele-Werke in der Albertina

Das Egon-Schiele-Gedenkjahr beginnt zwar erst 2018, doch die Albertina widmet ihm bereits heuer eine umfassende Ausstellung und positioniert sein radikales Œuvre in einer zwischen Moderne und Tradition gespaltenen Epoche.


160 seiner schönsten Gouachen und Zeichnungen führen in ein künstlerisches Werk ein, das sein großes Thema in der existenziellen Einsamkeit des Menschen findet und in drastischem Gegensatz zu den Wertvorstellungen der Gesellschaft des Fin de Siècle steht.


Während Schiele üblicherweise als Teil der künstlerischen und geistigen Elite der Wiener Jahrhundertwende von Mahler bis Schnitzler, von Freud bis Kraus, von Altenberg bis Hofmannsthal betrachtet wird, folgt die Inszenierung der Ausstellung in der Albertina einem anderen Prinzip: Große, im Raum schwebende Fotografien konfrontieren die radikalen Arbeiten des Künstlers mit der Realität seiner Umwelt. Sie bilden den realen Hintergrund, der die Fallhöhe zwischen dem Schaffen Schieles und der ihn umgebenden Gesellschaft verdeutlicht.


Eine einmalige Gelegenheit für alle Schiele-Fans, diese Papierarbeiten zu sehen - denn diese sind, aufgrund ihrer oft schlechten Ursprungsmaterialen nur selten dem Licht der Ausstellungswelt preisgegeben.


Info:
Egon Schiele, zu sehen bis 18. Juni 2017
Albertina
Albertinaplatz 1
A-1010 Wien


Öffnungszeiten:
Täglich 10-18 Uhr
Mittwoch 10-21 Uhr


Bild rechts oben: Egon Schiele, Zwei kauernde Mädchen, 1911 © Albertina, Wien

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