Secession: Loderers Skulpturen aus Sand

Die Werke von Angelika Loderer könnte man als medienreflexive Skulpturen bezeichnen: ihre Skulpturen sind häufig aus Metall gegossen oder bestehen aus „sekundären“ Materialien aus dem Bereich der Metallgießerei wie beispielsweise Wachs oder einem speziellen Gusssand, der sich durch hohe Formstabilität auszeichnet und im Sandgussverfahren verwendet wird.



Loderers Gusssand ist essentiell für die Herstellung der eigentlichen Gussform, hinterlässt im fertigen Objekt aber keine Spuren – er bleibt also unsichtbar. Loderer macht das Hilfsmittel zum Medium und „baut“ damit fragile und temporäre Skulpturen, die durch ihre Bestimmung als Gusssand auf den Werkstoff Metall verweisen und dieses gleichzeitig in einen spannenden und paradoxen Dialog zwischen der Dauerhaftigkeit des einen und der Flüchtigkeit des anderen bringen.


Im Zentrum der Ausstellung im Grafischen Kabinett stehen neue, im Ausstellungsraum realisierte Sandskulpturen und Bildobjekte, die das Ergebnis jüngster Experimente mit Pilzmyzel sind. Entwurfszeichnungen zu Skulpturen aus gestampftem Sand standen zunächst am Anfang der neuen Werkserie, für die Loderer Gusssand in drei Qualitäten – mit unterschiedlichen Eigenschaften und Farben – mit eigens entworfenen Metallkonstruktionen zu fragilen, temporären Formationen verbindet.


Info:
Angelika Loderer, zu sehen bis 26. März 2017
Secession
Friedrichstrasse 12
A-1010 Wien


Öffnungszeiten:
Di-So 10-18 Uhr

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