Edward Burtynsky: Wasser abstrakt

Der kanadische Fotograf Edward Burtynsky wurde mit atemberaubenden großformatigen Fotografien, die durch Menschenhand veränderte Landschaften, Industriegelände oder Ballungszentren dokumentieren, weltberühmt. Das Kunsthaus Wien widmet dem Künstler nun eine erste umfassende Einzelausstellung in Österreich.


Für seine Werkserie "Wasser" durchquerte Burtynsky fünf Kontinente, um ökologische Extremsituationen zu erkunden und Wasservorkommen sowie die Nutzung, Verteilung und Verschwendung von Wasser festzuhalten.
Er wählte Orte, an denen das ökologische Gleichgewicht durch menschliche Eingriffe zerstört wurde, und zeigt auf, welche Gefahren in der fortwährenden Ausbeutung von Wasserressourcen liegen.


So handeln seine Fotos beispielsweise von Flüssen wie dem Colorado oder dem Sacramento River, deren inzwischen ausgetrocknete Mündungen fantastische Spuren in der Landschaft hinterlassen und gleich abstrakten Bildern ein Spiel von Farben und Linien produzieren. Die meist aufwändig aus der Vogelperspektive fotografierten Aufnahmen erzählen auch von den Folgen des Nickelabbaus: Das Wasser der Flüsse ist rot gefärbt, der ölgetränkte Sand schillert bunt, verdorrte Bäume verweisen auf das angereicherte Uran.


Die Fotografien sind dank ihrer visuellen Abstraktion im Zusammenspiel mit perfekten Bildkompositionen von einer eigenartigen Ästhetik geprägt, die sie in Widerspruch zu den monumental-brutalen Bildinhalten poetisch verklärt erscheinen lässt.


Info:
Edward Burtynsky - Wasser, zu sehen bis 27. August 2017
Kunsthaus Wien
Untere Weißgerberstrasse 13
A-1030 Wien


Öffnungszeiten:
Mo-So 10-18 Uhr

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