Kunstforum: James Wellings US-Realismus

James Welling gilt als einer der wegweisenden Vertreter der internationalen zeitgenössischen Fotografie. Seine von Experiment und radikaler Stilvielfalt geprägte Arbeit entfaltet sich in den Grenzbereichen zwischen Fotografie und Malerei, Film, Architektur, Bildhauerei und Tanz. Das Wiener Kunstforum widmet ihm nun eine große Personale.


Während James Wellings Arbeiten durch die wichtigsten Museen der USA touren, war er in Europa bislang selten zu sehen. Die Ausstellung im Bank Austria Kunstforum setzt in den 1970er-Jahren an und präsentiert eine Auswahl von Wellings Bildserien, die den fundamentalen Wandel der Fotografie in den letzten Jahrzehnten reflektieren.


Die ästhetischen und konzeptuellen Grundlagen des Mediums auslotend, springt Wellings Fotografie fortlaufend vom Abbild zum Material, vom Prozess zum Resultat, von Körperlichkeit zu Reproduktion, und wieder zurück.
Seine Abstraktionen vereinen die Ästhetik und Medienspezifität der Straight Photography eines Paul Strand oder Edward Weston, den US-Realismus eines Edward Hopper und eine spezifische, in der bildnerischen Tradition der Westküste stehenden Umgang mit Farbe; zugleich schließt es an die postmodernen Debatten an, die in den frühen 1980er- Jahren im Umfeld der Pictures Generation zu Konzeptionen von Autorschaft, Originalität und Repräsentation geführt wurden.


Info:
James Welling, zu sehen bis 16. Juli 2017
Bank Austria Kunstforum
Freyung 8
A-1010 Wien


Öffnungszeiten:
Täglich 10-19 Uhr
Freitags 10-21 Uhr

Back to Top