Kunsthalle Wien: Camille Henrots Wünsche

"If Wishes Were Horses", die erste große Präsentation von Camille Henrots Werk in Österreich, besteht zur Gänze aus speziell für diese Ausstellung entstandenen Arbeiten. Der Titel leitet sich von einem Sprichwort aus dem 16. Jahrhundert ab: „If wishes were horses, beggars would ride.” („Wenn nur das Wörtchen ‚wenn‘ nicht wäre.“) - eine Redensart, die unterdrückte Wünsche assoziiert.


Für Henrot steht diese Redensart hingegen für Kreativität und Fantasie, Hoffnung und die Möglichkeit zur Veränderung. In der für sie charakteristischen Bildsprache thematisiert Henrot in Skulpturen, einer Installation und einem Film insbesondere binäre Machtstrukturen, wie sie sich im Sadomasochismus, in Ritualen und in Bezug auf Autorität finden.
Ausgehend von einem breiten Spektrum an Untersuchungen und einer intensiven anthropologischen Recherche überträgt die Künstlerin visuelle Codes in ein vielschichtiges Assoziationssystem, in hybride kulturelle Artefakte und neue Materialformen.


Camille Henrot lebt und arbeitet in Paris und New York. Neben zahlreichen Einzelausstellungen nahm Henrot 2016 an der Berlin Biennale sowie an der Sydney Biennale, der Taipei und der Gwangju Biennale und am Prospect New Orleans teil. 2014 erhielt sie den Nam June Paik Award und gewann 2013 den Silbernen Löwen bei der 55. Venedig Biennale. Im Herbst 2017 wird sie in einer „Carte Blanche“ das gesamte Palais de Tokyo in Paris bespielen.


Info:
If Wishes Were Horses, zu sehen bis 28. Mai 2017
Kunsthalle Wien Karlsplatz
Treitlstraße 2
1040 Wien


Öffnungszeiten:

Täglich 11-19 Uhr
Donnerstag 11-21 Uhr

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