Neue Residenz: Des Königs Zeichnungen

Frankreichs König Ludwig XIV. erwarb in mehreren Etappen eine bedeutende Sammlung von Zeichnungen. Diese sind nun in der Neuen Residenz Salzburg zu bestaunen.

Die Sammlung umfasste insgesamt 5.542 Zeichnungen und sind der Grundstock des „Département des Arts graphiques du Louvre“. 80 davon sind nun in Salzburg zu sehen.
Everhard Jabach, der die Sammllung an Ludwig XIV verkaufte, war Kölner Kaufmann und Bankier mit Wohnsitz Paris. Schon sein Vater hatte eine Kunstsammlung, er aber baute sie vor allem im Bereich Bildende Kunst aus. Dabei suchte er auch Kontakte zu anderen Kunstkennern und Sammlern, wie z.B. Sir Arundel, aus dessen Nachlass er über 100 Gemälde erwarb, so wie er auch aus der Sammlung König Charles I. Kunstwerke kaufte. Jabach sammelte alte und zeitgenössische Kunst und – und was für Franzosen ungewöhnlich war – nordische, deutsche und niederländische Arbeiten. Jabach kümmerte sich mit einer besonderen Leidenschaft um „seine“ Zeichnungen. Er inventarisierte sie persönlich, legte Klebebände an, und alle Zeichnungen erhielten einen schmalen Goldrahmen.


Die ausgewählten 80 Zeichnungen sind aus dem 16. und 17. Jahrhundert und zeigen Arbeiten aus den drei Hauptgruppen der Sammlung, aus der italienischen, nordischen und französischen Schule. Die Namen lesen sich wie ein Who is Who der Kunstgeschichte – Dürer, Holbein, Rubens, Dubreuil, Vouet, Poussin, Buonarotti, Carracci, Raffael.


Ergänzt wird die Auswahl durch Arbeiten der so genannten Premiers Peintres du Roi – der herausragendsten Maler zur Zeit des Sonnenkönigs, Charles Le Brun und Pierre Mignard. Denn ihre Nachlässe kamen ebenfalls in die königliche Sammlung. Damit kann der Kunstgeschmack des Grand Siècle Frankreichs besonders gut dokumentiert werden. Insgesamt werden Arbeiten von 69 Künstlern ausgestellt.


Info:
Art Royal, zu sehen bis 3. September 2017
Neue Residenz Salzburg
Residenplatz
A-5020 Salzburg


Öffnungszeiten:
Di-So 9-17 Uhr

Back to Top