Nicole Eisenman: Dark Light

Nicole Eisenman etablierte sich in der New Yorker Kunstszene der 1990er-Jahre als Schöpferin epischer Bildwelten und Designerin mutiger und manchmal auch schockierender Tableaus. Ihre jüngsten Arbeiten sind nun in der Wiener Secession zu sehen.


Eisenman bewegt sich trittsicher in der Malereigeschichte der Neuzeit und verleiht phantastischen Szenen ebenso Form wie genauen Beobachtungen aus dem Alltag. Trotz ihrer Vielseitigkeit, die sie bewusst fixen Definitionen und Einschränkungen entgegensetzt, entwickelte die Künstlerin einen unverkennbaren Stil, indem sie klassische Malweisen und Kompositionsformen mit Einflüssen aus Untergrund- und Populärkultur vereinte. Privates und Politisches treffen in ihrem Werk aufeinander. Dass sie dabei auch ihr eigenes Lebensumfeld abbildet, macht sie zu einer wichtigen Figur der internationalen Kunstszene.


Zuletzt erregte Eisenman Aufsehen mit ihrer Neuinterpretation einer barocken Brunnenanlage für die Skulptur Projekte Münster. In der Secession zeigt sie kürzlich vollendete Gemälde und Zeichnungen, die unmittelbar als Reaktion auf die letzte US-Präsidentenwahl entstanden sind.
In apokalyptischen Szenen thematisierte Eisenman schon zuvir Machtverhältnisse und die Ohnmacht des Individuums. Ihr neuester Werkzyklus schließt hier an: sie zeichnet ein düsteres Bild Amerikas unter der Herrschaft Donald Trumps und einer Gesellschaft, die teilnahmslos und abwesend kurz vor dem Abgrund steht.


Info:
Nicole Eisenman - Dark Light, zu sehen bis 5. November 2017
Secession
Friedrichstrasse 12
A-1010 Wien


Öffnungszeiten:
Di-So 10–18 Uhr

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