Victor Hugo: Schriftsteller & Zeichner

Der Schriftsteller Victor Hugo (1802–1885), Gallionsfigur der französischen Romantik, wurde schon zu Lebzeiten zu einer eigenen Institution. Die Kraft, die seinen Jahrhundertromanen wie "Der Glöckner von Notre Dame" und "Les Misérables"  innewohnt, fesselt bis heute eine weltweite Leserschaft. Das Leopold Museum in Wien zeigt nun rund 80 Blätter, die Hugos Werken jenen von Turner und Cozens gegenüberstellen.

Der visionäre Schriftsteller frönte jahrzehntelang auch einer malerischen Passion. Mit Darstellungen von skurrilen Randexistenzen zollte er Francisco de Goya Tribut. Mit märchenhaft-düsteren Darstellungen von Kathedralen und Schlössern beschwor er die Geister einer Vergangenheit herauf, deren kostbare Relikte er gefährdet glaubte.


Victor Hugos Freizügigkeit im Umgang mit Malmitteln war dabei schier grenzenlos: In Sepia klecksend, fallweise unter Verwendung unkonventioneller Materialien wie Kaffeesatz oder Staub, ließ er oft das Zufallsprinzip walten, woraus Bilder des Erahnten, der vagen Möglichkeiten resultierten.


In der umfangreichen Schau im Grafischen Kabinett werden rund 80 Blätter von Victor Hugo den Werken seiner vormodernen Vorgänger wie Alexander Cozens und William Turner gegenübergestellt. Gleichzeitig wird das Doppeltalent Hugo unter Berücksichtigung der fruchtbaren Verbindungen zu den Persönlichkeiten aus den Bereichen Literatur und Kunst in den Kontext eines bewegten Zeitalters eingebettet.


Info:
Victor Hugo, zu sehen bis 15. Jänner 2018
Leopold Museum
MuseumsQuartier
Museumsplatz
A-1070 Wien


Öffnungszeiten:
Täglich außer Di: 10-18 Uhr
Donnerstag bis 21 Uhr

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