MdM Salzburg: Folklore in der Kunst

Als Provokation gegen Fortschritt und Innovation, unter denen moderne und zeitgenössische Kunst in der Regel betrachtet werden, steht die Sammlungsausstellung des MdM Salzburg unter dem Thema der Folklore. Mit Werken aus den eigenen Beständen sowie Dauerleihgaben werden unterschiedliche Facetten der Rolle und Aneignung von Folklore in der bildenden Kunst beleuchtet.

Mitte des 19. Jahrhunderts etablierte sich „Folklore“ als Sammelbegriff für mündlich überlieferte Ausdrucksformen von Gemeinschaften wie Märchen, Lieder, Trachten und Handwerk. In der Wissenschaft wird Folklore daher auch als traditionelles Wissen oder Handeln untersucht, während es im Alltag oft für Volksmusik oder Kitsch steht.


Der Bogen der Ausstellung reicht von illustrierten Märchen der Gebrüder Grimm über Heimatfotografie der 1930er-Jahre und die Reflexion von lokaler Identität in Werken der Generation der Nachkriegszeit bis zur Auseinandersetzung mit dem kolonialistischen Blick auf fremde Kulturen.


Werke von:
Anna Artaker / Lilla Khoor, Kader Attia, Peter Paul Atzwanger, Lothar Baumgarten, Norbert Brunner / Michael Schuster, Valie EXPORT, Harun Farocki, Heinz Frank, Dan Graham, Rodney Graham, Hans Walter Hannau, David Hockney, Kathi Hofer, Rainer Iglar, Kurt Kaindl, Joachim Koester, Rudolf Koppitz, Stefan Kruckenhauser, Michael Mauracher, Martha Rosler, Nedko Solakov, Ingeborg Strobl, Umbo, Erwin Wurm und andere.


Info:
Folklore, zu sehen bis 15. April 2018
Museum der Moderne Mönchsberg
Mönchsberg
A-5020 Salzburg


Öffnungszeiten:
Di-So 10-18 Uhr
Mi 10-20 Uhr

 

Back to Top