Eremitage zu Gast im KHM

Eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt ist zu Gast in Wien: 14 Meisterwerke aus der Eremitage in St. Petersburg treten in Dialog mit hochkarätigen Werken des Kunsthistorischen Museums.

Gezeigt werden unter anderem Gemälde von Botticelli, Tintoretto, Rembrandt und van Dyck. Die repräsentative Auswahl von Meisterwerken aus beiden Häusern bietet einen konzentrierten Überblick über die europäische Malereigeschichte von der Renaissance bis zum Frühklassizismus. In der Gegenüberstellung wird deutlich, wie mühelos die durch den gemeinsamen Kulturraum Europa verbundenen


Bildpaare miteinander kommunizieren.Eingeleitet wird die Ausstellung von zwei religiösen Werken Sandro Botticellis und Albrecht Altdorfers – eine Begegnung, die die unterschiedlichen Wesenszüge der Renaissance nördlich und südlich der Alpen veranschaulicht. Aus den nördlichen Kunstlandschaften treffen sich wichtige Gemälde von Hans und seinem Bruder Ambrosius Holbein sowie von Bartholomäus Spranger und Hans von Aachen.


Die italienische Kunst, ein Schwerpunkt beider Museen, ist mit venezianischer Malerei vertreten. Gemälde von Nicholas Poussin und Bernardo Strozzi führen in die ersten Jahrzehnte des römischen Barock. Aus dem „Goldene Zeitalter“ der holländischen und flämischen Kunst werden Werke von Rembrandt, Frans Hals, Jan Steen, Rubens und van Dyck gezeigt. Mit Thomas Gainsborough und Philipp Hackert sind schließlich Künstler englischer und deutscher (preußischer) Herkunft in der Schau zu sehen.


Sowohl der Zarenhof als auch die Habsburger entwickelten großes Interesse an Gemälden mit historischen Stoffen oder Themen der klassischen Mythologie. Sie konnten mit politischen Inhalten aufgeladen und so den eigenen Absichten dienstbar gemacht werden. Den Gegenpol bilden genrehafte Szenen und Landschaftsdarstellungen.


Ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Bildnis und der damit verbundenen Inszenierung von Persönlichkeit. Highlights sind dabei die beiden Porträts von Anthonis van Dyck: jenes des Nicholas Lanier und das Selbstbildnis des Malers. Beide Werke zeigen die meisterhafte Fähigkeit van Dycks, in Blick und Haltung das Wesen des Dargestellten eindringlich ins Bild zu setzen.


Info:
Die Eremitage zu Gast - Meisterwerke von Botticelli bis van Dyck, zu sehen bis 2. September 2018
KHM
Maria-Theresien-Platz
A-1010 Wien


Öffnungszeiten:
Juni bis August
täglich 10 – 18 Uhr
Do bis 21 Uhr

September bis Mai
Di – So, 10 – 18 Uhr
Do, 10 – 21 Uhr

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