Maria Lassnig: Verhältnis Mann & Frau

Maria Lassnig zählt mit Louise Bourgeois, Joan Mitchell und Agnes Martin zu den wichtigsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Bereits früh machte sie ihren eigenen Körper zum Mittelpunkt ihrer Kunst, lange bevor Körperbewusstsein und das Verhältnis von Mann und Frau zentrale Themen der internationalen Avantgarde wurden.


Vier Jahre nach ihrem Tod würdigt das Kunstmuseum Basel die Künstlerin mit einer Retrospektive der Werke auf Papier und führt rund 80 der eindrücklichsten Zeichnungen und Aquarelle von Maria Lassnig zusammen. Bislang völlig unbekannte Blätter erweisen sich in der Schau als Schlüsselwerke. Gemeinsam mit Vertrautem werfen sie neues Licht auf ihr Konzept der Body-Awareness und erschliessen neue Einblicke in das vielseitige und wegweisende Werk der Österreicherin.Es sind tiefgreifende Empfindungen, die im Zentrum des Schaffens von Maria Lassnig (1919–2014) stehen. Das Sichtbarmachen von körperlichen Emotionen und das Nachspüren der Körperwahrnehmung bilden den Mittelpunkt ihrer Body-Awareness-Arbeiten.


Humorvoll und ernst, sehnsuchtsvoll und gnadenlos bannte die österreichische Künstlerin ihre Selbstempfindung auf das Papier. Nicht was sie sah, sondern wie sie sich spürte, wurde zum Bild. Parallel zu ihrer introspektiven Körperwahrnehmung blieb Lassnig im Aussen verankert.
Ihre Porträts basieren auf gründlichem Studium der Realität. Dennoch gehen die sensiblen Beobachtungen von Tieren und Menschen weit über die Wiedergabe des rein Sichtbaren hinaus und enthalten das Wesentliche der jeweiligen Charaktere und spüren dem Einzigartigen im Gegenüber nach.


Info:
Maria Lassnig, zu sehen bis 26. August 2018
Kunstmuseum Basel
St. Alban-Graben 16
CH-4010 Basel

Öffnungszeiten Hauptbau & Neubau:
Di–So 10–18 Uhr:
Do 10–20 Uhr

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