Kate Newby: Details des Alltags

Kate Newbys Arbeiten sind poetische Auseinandersetzungen mit räumlichen Gegebenheiten und der Flüchtigkeit alltäglicher Momente. Durch ebenso subtile wie radikale Interventionen in bestehende Umgebungen lenkt sie den Blick auf die oft übersehenen Details unseres Alltags und das Besondere im Unauffälligen - zu sehen in der Kunsthalle Wien am Karlsplatz.

Für die Ausstellung "I can’t nail the days down" sind neue, ortsbezogene Arbeiten entstanden, die die Grenzen zwischen dem Werk und seinem Umfeld unscharf werden lassen. Für eine großformatige Bodenarbeit, die den Großteil des Raums im Glaspavillon einnimmt, setzt Newby Mauerziegel als künstlerisches Material ein. Die Künstlerin bearbeitet ungebrannte Ziegel und fügt gefundene Elemente bei, wie etwa zurückgelassene Glassplitter von Passant/innen des Karlsplatzes, Münzen oder Restbestände jenes Tons, der während des U-Bahnbaus aus dem Erdreich gewonnen wurde.


Durch den nachträglichen Brennprozess verbinden sich die Glasscherben und Tonstücke mit den Ziegeln und lassen unerwartete Formationen entstehen. Ergänzt werden diese durch weitere kleine Einzelstücke aus Keramik und Bronze, die sich erst bei genauem Hinsehen als handgefertigte Objekte der Künstlerin erweisen. Im weiteren Verlauf entfaltet die Installation eine materielle Textur, die die Besucher/innen einlädt, Details im Begehen zu entdecken.


Info:
I can’t nail the days down, zu sehen bis 2. September 2018
Kunsthalle Wien Karlsplatz
Treitlstrasse 2
A-1040 Wien


Öffnungszeiten:
Täglich 11-19 Uhr
Do 11-21 Uhr

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