Jüdische Museum: Frauenschicksale

Im März 1938 begann für österreichische Jüdinnen und Juden ein Wettlauf gegen die Zeit. Einige Wiener Jüdinnen retteten sich durch eine Scheinehe mit einem ausländischen Staatsbürger. Das Museum Judenplatz widmet diesen Scheinehen eine Ausstellung, die 13 Schicksale beleuchtet.

Diese Ehen wurden pro forma geschlossen, aus Solidarität oder gegen Bezahlung, um in ein Land zu gelangen, in dem Jüdinnen und Juden (noch) nicht verfolgt wurden. Frauen, die bereits im Exil waren, gingen eine Scheinehe ein, um der Staatenlosigkeit zu entgehen oder sich eine Arbeitserlaubnis zu verschaffen.


13 Frauenschicksale, darunter Stella Kadmon und Alma Rosé, berichten von den unterschiedlichen Lebensgeschichten und den Chancen und Risiken einer Scheinehe als Überlebensstrategie – mit unterschiedlichem Ausgang. Die Theaterleiterin Stella Kadmon konnte sich nach Palästina retten, die Violinistin Alma Rosé wurde in Auschwitz ermordet. Nur wenige Frauen erzählten später über ihre Scheinehe.


Info:
Verfolgt. Verlobt. Verheiratet. Scheinehen ins Exil, zu sehen bis 7. Oktober 2018
Museum Judenplatz - Misrachi Haus
Judenplatz 8
A-1010 Wien


Öffnungszeiten:
Mo-So 10-18 Uhr
Fr 10-17 Uhr
Sa geschlossen

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