MAK: 100 Jahre Otto Wagner

Anlässlich des 100. Todesjahres des Architekten Otto Wagner (1841–1918) untersucht die Wiener MAK-Ausstellung "Post Otto Wagner" dessen Wirkung als „Vater der Moderne“ und zeigt den Kontext und die Wechselwirkungen zwischen Wagner und anderen Protagonisten der frühen Moderne ebenso auf wie den Einfluss seines epochalen Werkes auf Zeitgenossen sowie nachfolgende Generationen.

Ausgehend von den wichtigsten Werken Wagners – etwa die Bauten für die Wiener Stadtbahn (1894–1900), die Donaukanalregulierung (ab 1894), die Österreichische Postsparkasse (1903–1910) und die Kirche St. Leopold am Steinhof (1902–1904), wie auch Wohn- und Geschäftshäuser sowie seine Studie "Die Großstadt" (1911) – werden Themenbereiche dargestellt, in denen sich Wagners nachhaltige Wirkung auf die Architektur der Moderne bis hin zur Postmoderne und zur Gegenwart anschaulich nachvollziehen lassen.


In drei Kapiteln nähert sich die Ausstellung Wagners Vermächtnis. Die Entwicklung der Großstädte um 1900 machte auch neue Bautypen erforderlich: Dazu zählen in Wien die modernen Wohn- und Geschäftshäuser sowie Warenhäuser und Hotels, die sich zu den neuen Möglichkeiten des Bauens positionieren mussten und einen bis heute weit verbreiteten architektonischen Typus bilden.


Durch seinen Bruch mit der Ästhetik des Historismus und der vorherrschenden Baukunst wurde Wagner zur Leitfigur der Wiener Moderne. Die Wagner-Schule nach 1900 wird indes durch den starken Einfluss von Architekten wie Josef Hoffmann, Joseph Maria Olbrich, Josef Plečnik, Max Fabiani oder auch István Medgyaszay, Jan Kotěra oder Pavel Janák zur Kreativschmiede, die auch in der Postmoderne wieder aktuell wurde.


Info:
Post Otto Wagner. Von der Postsparkasse zur Postmoderne, zu sehen bis 30. September 2018
MAK
Stubenring 5
A-1010 Wien


Öffnungszeiten:
Di 10–22 Uhr
Mi–So 10–18 Uhr
Mo geschlossen

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