Lee Bul: Zwischen Nord- und Südkorea

Lee Bul, eine der bedeutendsten koreanischen Künstlerinnen ihrer Generation, hat für ihr provokantes Werk große internationale Anerkennung erfahren. Der Berliner Gropius Bau zeigt mit der Ausstellung "Crash" eine erste große Einzelausstellung in Deutschland.


Lee Buls vielfältiges Schaffen zwischen Performance- und Installationskunst erforscht Träume, Ideale und Utopien, die von futuristischen Theorien und Science-Fiction, Bioengineering und visionärer Architektur beeinflusst sind. Crash ist eine Ausstellung, die uns als Erlebnisparcours in ihren Bann zieht und mit experimentellen Ausstellungsstücken begeistert.


Lee Buls raumgreifende Inszenierungen und Landschaften experimentieren mit außergewöhnlichen Materialien wie Perlmutt, Kristallen, Leder oder Samt und zeigen fantasievolle Topographien utopischer Sehnsüchte. Neben der sinnlichen Erfahrbarkeit und dem Humor ihrer Werke sind Lee Buls Arbeiten auch von ihren persönlichen Erfahrungen und subtilen Anspielungen auf die Geschichte und Politik Koreas geprägt.


Während ihres nunmehr 30-jährigen künstlerischen Schaffens hat die Künstlerin die Entwicklung Südkoreas von einer Militärdiktatur zur Demokratie in ständiger Konfrontation mit dem nur wenige Kilometer entfernten Nordkorea miterlebt. Ihre Arbeiten zeugen von einer intensiven Reflexion historischer und politischer Diskurse, den Herausforderungen von Globalisierung und technischem Fortschritt, aber auch von dem Streben nach Idealen menschlicher und gesellschaftlicher Vollkommenheit und deren potentiellem Scheitern.


Info:
Lee Bull, zu sehen bis 13. Jänner 2019
Gropius Bau
Niederkirchnerstraße 7
D-10963 Berlin


Öffnungszeiten:
Mo 10-19 Uhr
Mi-So 10-19 Uhr
Di geschlossen

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