Mumok: Entwicklungslinien der Sammlung

Anhand ausgewählter Werke aus seiner Sammlung zeigt das Wiener Mumok unterschiedliche Entwicklungslinien der Malerei von den 1950er- bis zu den 1970er-Jahren.

Zu sehen sind etwa Werke von Josef Albers, Helen Frankenthaler, Roland Goeschl, Ellsworth Kelly, Richard Kriesche, Karel Malich, Agnes Martin, Kenneth Noland, Ad Reinhardt, Helga Philipp oder Zdeněk Sýkora.

Die Grundlagen der Malerei veränderten sich ab den 1950er-Jahren mit den radikalen Traditionsbrüchen und neuen medienbasierten Kunstformen. Wesentliche Impulse bekam die Malerei von der Minimal Art und der konzeptuellen Kunst. Deren nüchterne Grundsätze spiegeln sich in abstrakt-geometrischen Malereien mit ihren formal reduzierten Kompositionen sowie ihrer Ablehnung erzählerischer und illustionistischer Darstellungen. Zugleich thematisierte die Malerei ihr Verhältnis zum Raum und zur Wahrnehmung. In den Ländern Osteuropas ist ab den 1960er-Jahren eine verstärkte Rezeption der konstruktivistischen Moderne erkennbar – als Gegenbewegung zum Sozialistischen Realismus und im Zuge der poststalinistischen Liberalisierung. Analytische Tendenzen finden sich auch in der zeitgenössischen Malerei in Österreich als Zeichen ihrer internationalen Ausrichtung.


Info:
Malerei mit Kalkül. Positionen der Neoavantgarde, zu sehen bis 28. April 2019
Mumok
MuseumsQuartier
1070 Wien


Öffnungszeiten:
Di-So 10-19 Uhr
Mo 14-19 Uhr

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