MdM Salzburg: Lisl Pongers Fotokunst

Die Wiener Künstlerin Lisl Ponger ist Preisträgerin des Otto-Breicha-Preises für Fotokunst 2017. Seit 1983 vergibt das Museum der Moderne Salzburg alle zwei Jahre einen Preis für Fotokunst, der bis 2001 als „Rupertinum-Fotopreis“ und seit 2007 als „Otto-Breicha-Preis für Fotokunst – Museum der Moderne Salzburg“ ausgelobt und von der Familie Breicha gestiftet wird.

Professione: fotografa (Beruf: Fotografin), so lautet der Titel der Ausstellung, den die Künstlerin in Anlehnung an Michelangelo Antonionis Film "Professione: reporter" von 1975 gewählt hat. In diesem Thriller geht es um Probleme von Erkenntnis und Eigenverantwortlichkeit sowie um die Beziehung zwischen Künstler und Werk.


Die ausgebildete Fotografin arbeitet seit den frühen 1970er-Jahren als freischaffende Künstlerin mit Fotografie und Film und untersucht die seit dem 19. Jahrhundert wiederkehrenden Muster, die in ethnologischen Museen und in der Darstellung von fremden und vertrauten Kulturen sichtbar werden.


In ihren inszenierten Fotoarbeiten wie Teilnehmende Beobachterin (2016) präsentiert die Künstlerin die Stereotypen, Rassismen und Blickkonstruktionen, die sich bis heute erhalten und fortgesetzt haben.


Die Ausstellung ist eine in drei Kapitel gegliederte Übersichtsschau. Neben großen neuen fotografischen Tableaus werden in einem Kinoraum Filme Pongers gezeigt. In einem separaten Bereich ist die Installation "The Master Narrative" und "Don Durito (2017)" zu sehen, die Ponger für das Weltmuseum Wien erarbeitet hat.


Info:
Lisl Ponger, zu sehen bis 24. März 2019
Musuem der Moderne Salzburg Rupertinum
Wiener Philharmoniker Gasse
5020 Salzburg


Öffnungszeiten:
Di–So 10–18 Uhr
Mi 10–20 Uhr
Mo 31.12.2018 10–18 Uhr
Di 1.1.2019 10–18 Uhr
So 6.1.2019 10–18 Uhr

Back to Top