KH Zürich: 100 Werke von Oskar Kokoschka

Oskar Kokoschka, der Expressionist und Weltbürger, ist 30 Jahre nach seiner letzten großen Retrospektive in Zürich wieder in der Schweiz zu sehen - Highlights unter den rund 250 Exponaten sind das monumentale Triptychon "Die Prometheus Saga" sowie das "Wandbild für Alma Mahler", welche noch nie in der Schweiz zu sehen waren.


Die Retrospektive im Kunsthaus Zürich spürt den Motiven und der Motivation des Malers nach, der in nicht weniger als fünf Ländern zuhause war. Aus allen Lebensphasen versammelt  Kuratorin Cathérine Hug rund 100 Gemälde und ebenso viele Arbeiten auf Papier, Fotografien und Briefe. Diese Zeitzeugen belegen, dass Kokoschka die Diffamierung seiner Kunst als "entartete", während des Nationalsozialismus einigermaßen aufrecht überstand: Auftragsarbeiten berühmter Persönlichkeiten aus Literatur, Architektur und Politik sicherten sein Überleben.


Und manche Arbeit entstand schlicht aus Liebe. Für Alma Mahler schuf er ein vier Meter langes Wandbild, welches über Jahrzehnte das Kaminzimmer ihres Hauses in Breitenstein am Semmering dekorierte. Es zeigt das Liebespaar in der Zerreissprobe ihrer leidenschaftlichen Beziehung. Die damaligen Eigentümer des Hauses (1987–1995) hatten das unter Farb- und Tapetenschichten verborgene Wandbild 1989 im Rahmen von Renovierungsarbeiten wiederentdeckt und dessen behutsame Freilegung und Herauslösung von der Wand durch Restauratoren konservatorisch ermöglicht. Das sich heute in Privatbesitz befindende "Al secco"-Bild ist erst ein Mal öffentlich ausgestellt worden und jetzt in Zürich zu sehen.


Info:

Oskar Kokschka, zu sehen bis 10. März 2019
Kunsthaus Zürich
Heimplatz 1
8001 Zürich
Schweiz


Öffnungszeiten:
Di, Fr–So 10–18 Uhr
Mi & Do 10–20 Uhr

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