Michael Wolf: Mega-Städte im Porträt

Die zwölf Werkserien und eine riesige Wandinstallation umfassende Ausstellung "Michael Wolf - Life in Cities" im Hamburger Haus der Photographie zeigt Werke von Wolfs Anfängen als Dokumentarfotograf bis hin zu den jüngsten Arbeiten. Michael Wolfs Arbeiten reflektieren die Lebensbedingungen in Metropolen wie Hongkong, Tokio, Chicago und Paris und greifen Themen wie Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf.

Das Herzstück der Ausstellung ist Wolfs beeindruckende Wandinstallation "The Real Toy Story (2004–2018)". Über 20.000 Billigspielzeuge "Made in China" bilden den Rahmen für Porträtfotos von Arbeitern in chinesischen Spielzeugfabriken. Die schüchternen und manchmal resignierten Gesichter der einzelnen Personen stehen in scharfem Gegensatz zur enormen Anzahl grell-bunter Spielzeuge aus der Massenproduktion.


Michael Wolfs Studium des modernen Stadtlebens begann in Hongkong. Hongkong ist seit 1994 sein Zuhause und wurde der Hauptgegenstand seiner Forschung und das Thema vieler seiner Serien. In der Serie "100 x 100 (2006)" porträtiert er 100 Bewohner eines Wohnkomplexes in Hongkong, die auf knapp neun Quadratmetern leben.
Wolfs Hochhaus-Ansichten in "Architecture of Density (2003–2014)", die weder Himmel noch Erde zeigen, ähneln endlosen Abstraktionen und unterstreichen die monotone Architektur der Stadt Hongkong.


Die von Wim van Sinderen kuratierte Ausstellung ist eine Produktion des Museums für Fotografie in Den Haag und wurde im Sommer 2017 während des großen Fotofestivals Rencontres de La Photographie in Arles erstmalig gezeigt.


Info:
Michael Wolf - Life in Cities, zu sehen bis 3. März 2019
Haus der Photografie
Deichtorstrasse 1-2, Hamburg


Öffnungszeiten:
Di-So 11-18 Uhr
Jeden 1. Donnerstag im Monat 11−21 Uhr

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