Kirchner: Der Maler, der fotografierte

Ernst Ludwig Kirchner gilt als der einzige expressionistische Künstler, der sich ernsthaft mit der Fotografie beschäftigt hat - das Salzburger Museum der Moderne widmet seinen Fotoarbeiten nun eine umfangreiche Sonderschau.

Kirchner hinterließ etwa 1300 Glas- und Zellulose-Negative, ein Konvolut von Vintage-Prints sowie gebundene Fotoalben mit Aufnahmen seiner Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Druckgrafiken.
Die Ausstellung versammelt eine Auswahl von rund 300 Fotografien und präsentiert Beispiele aus allen Genres, die der Künstler bedient hat: von Akten und Atelierszenen über Porträts bis hin zu Landschaften und Sachfotografien. Obwohl Kirchner sich nicht als Fotokünstler verstand, schöpfte er doch die Möglichkeiten der Fotografie umfänglich aus und nutzte sie unter anderem als Schule des Sehens für seine Kunst.


Die Ausstellung bietet eine umfassende Gesamtschau des fotografischen Blicks in Kirchners Œuvre und zeigt – ergänzt durch eine kleine Auswahl an Gemälden – erstmalig in Österreich diese immer noch wenig bekannte Werkgruppe des berühmten deutschen Expressionisten.
Zusätzlich präsentiert das MdM Salzburg eine Werkserie des Schweizer Fotografen Stephan Bösch (1982 St. Gallen, CH), die Ernst Ludwig Kirchners fiktivem Alter Ego Louis de Marsalle ein Gesicht gibt.


Info:
Ernst Ludwig Kirchner, zu sehen bis 16. Juni 2019
Museum der Moderne Salzburg
Mönchsberg 32
5020 Salzburg


Öffnungszeiten:
Di–So 10–18 Uhr
Mi 10–20 Uhr

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