Martine Syms: Radikale Traditionen

Die Wiener Secession zeigt mit Martine Syms eine außergewöhnliche Künstlerin: Sims untersucht in ihren Videos, Installationen und Performances die vielfältige Repräsentation Schwarzer im Verhältnis zu Populärkultur, feministischen Ansätzen und radikalen Traditionen.

Ihre Arbeitsweise basiert auf Recherchen und bezieht theoretische Modelle zu performativen wie den Individuen aufgezwungenen Identitäten, zur Macht der Geste und zu unhinterfragten Annahmen rund um Ungleichheiten der Geschlechter und Rassen ein.


Die Rauminstallation, die Syms für die Secession konzipiert hat, setzt sich aus einer skulpturalen Intervention, einer Soundinstallation und einer Fotocollage zusammen, die sich auf unterschiedliche Weise auf Simpson’s Record Shop in Detroit beziehen. Syms’ neueste Arbeit nimmt das Lebenswerk von Dorothy Simpson als Ausgangspunkt, geleitet von ihrem eigenen Interesse an von Schwarzen geführten Unternehmen, in deren Geschichte sich wechselseitige Abhängigkeiten, aber auch das Streben nach Selbstbestimmung widerspiegeln.


"Boon" ist eine Hommage an den kulturellen, sozialen und ökonomischen Gestaltungswillen von Simpson, die von 1966 bis 2018 den Plattenladen führte, der über Jahrzehnte Treffpunkt und Begegnungsstätte für die lokale Gemeinschaft war.


Info:
Martine Syms: Boon, zu sehen bis 16. Juni 2019
Secession
Friedrichstrasse 12
1010 Wien


Öffnungszeiten:
Di-So 10–18 Uhr

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