Mumok: Pulsierende Op Art

Unter den Kunstströmungen der 1950er- und 1960er-Jahre wurde der Op Art bislang die geringste Aufmerksamkeit zuteil. Das Wiener mumok widmet dieser Strömung nun eine große Ausstellung.

Häufig wurde die Op Art als zu spektakulär und oberflächlich deklassiert. Dennoch schärft diese Kunst das Bewusstsein für die Ambivalenz der Erscheinungen und verdeutlicht die Unmöglichkeit, „die Wirklichkeit“ zu erfassen. Unter dem Titel "Vertigo" präsentiert das mumok ein Vexierspiel der Sinne, das von Tafelbildern, Reliefs und Objekten über installative Arbeiten und Erfahrungsräume bis hin zu Film und computergenerierter Kunst ein breites Spektrum umfasst.


Werke der Op Art richten sich keineswegs nur an den Sehsinn. Mit ihren heftigen Effekten und optischen Täuschungen vermitteln sie Erfahrungen, die zu einer sensorischen Überforderung führen. Diese affizieren schließlich den gesamten Körper.


Mit all dem ist die Op Art dem Prinzip des Anti-Klassischen verpflichtet. In diesem Sinne werden in der Ausstellung Bezüge zu Beispielen anti-klassischer Kunst des 16. bis 18. Jahrhunderts sowie zu Vorläuferpositionen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hergestellt, die ebenfalls mit vibrierenden Mustern, pulsierenden, flüchtigen Nachbildern, paradoxen Raumillusionen und anderen Methoden optischer Täuschung operieren.


Info:
Vertigo, zu sehen bis 28. Oktober 2019
Mumok
MuseumsQuartier
1070 Wien


Öffnungszeiten:
Mo 14-19 Uhr
Di-So 10-19 Uhr
Do 10-21 Uhr


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