Städel-Museum: Realismus & Abstraktion

Der Zeichnung kommt im 20. Jahrhundert eine besondere Rolle zu. Sie ist seit jeher Medium des Suchens, Erfindens und Experimentierens. Das Frankfurter Städel Museum widmet diesem Thema nun eine große Schau.

In der Moderne gewinnt die Zeichnung zudem an Eigenständigkeit und Autonomie und wird – vor allem in Zeiten staatlicher Überwachung und Unterdrückung – zu einem Medium des freien Denkens. In ihrer Vielfalt spiegelt sie nicht zuletzt auch die Komplexität der rasantem Wandel unterworfenen Kultur und Gesellschaft des 20. Jahrhunderts.


Die rund 100 ausgestellten Blätter des 20. Jahrhunderts, ergänzt durch zwei Gemälde, werden unter unterschiedlichen Aspekten betrachtet, etwa wie sich die Künstler mit der Wirklichkeit auseinandersetzten, wie sie traditionelle, an den Akademien vermittelte Bildvorstellungen hinterfragten, weiterentwickelten oder unterliefen und nicht zuletzt auch welchen Stellenwert die Zeichnung in ihrem Schaffen grundsätzlich einnahm.


An den ausgestellten Bleistiftskizzen, den farbig leuchtenden Pastellen und Aquarellen oder den monumentalen Collagen zeigt sich zudem die technische Vielfalt des Mediums Zeichnung, deren spezifische Besonderheiten die Künstler individuell ausschöpften.

Die Zeichnungen sind dabei lose chronologisch einzelnen Gruppen zugeordnet, die auf unterschiedliche Weise das Verhältnis von Gegenstandsnähe und abstrahierender Ablösung vom Naturvorbild beleuchten.




Info:
Große Realistik & Große Abstraktion, zu sehen bis 16. Februar 2020
Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main


Öffnungszeiten:
Di, Mi, Sa, So 10–19 Uhr
Do, Fr 10–21 Uhr

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