KH Bregenz: Bunny Rogers traurige Welten

Als erste Ausstellung 2020 zeigt das Kunsthaus Bregenz die US-amerikanische Künstlerin Bunny Rogers.

Die Stimmung ihrer Arbeiten ist düster und schwermütig. Ihre Installationen, die meist Musik und Poesie einbeziehen, sind von Figuren aus dem Internet, von Fernsehserien oder Videospielen inspiriert.


Für das Kunsthaus Bregenz hat Rogers raumgreifende Installationen über alle vier Geschosse. Versatzstücke und Atmosphäre von amerikanischen Trauerfeiern kreiert.
In einem Raum wird Rasen verlegt, von der Decke rieselt das Wasser einer Dusche. Die Anlage erinnert an die Nasszellen amerikanischer Schulen. An anderer Stelle sind Rosen zu sehen, die in Beton gegossen sind. Erde, Abfall und vertrocknete Blumen versinnbildlichen Poesie und Schmerz, Schönheit und Vergänglichkeit – eine Kunst, die den Schauer nicht scheut, um an die eigene Verantwortung zu erinnern. Es ist ein Memorial, "objektive Kunst", so Bunny Rogers, sei unmöglich.


Ein zentrales Thema in ihrem Schaffen ist die Auseinandersetzung mit dem Amoklauf an der Columbine High School in Littleton, USA, der insgesamt fünfzehn Opfer gefordert hat, darunter zwölf Schüler*innen, einen Lehrer und die beiden Täter. Die Räume, die Bunny Rogers inszeniert, erinnern an diese Schule und werden zu Stimmungsbühnen, die das Museum in einen einzigartigen Ort verwandeln, nicht nur theatralisch, sondern auch kritisch, politisch und die Gegenwart prüfend.






Info:
Bunny Rogers - Kind Kingdom, zu sehen bis 13. April 2020
Kunsthaus Bregenz
Karl-Tizian-Platz
6900 Bregenz


Öffnungszeiten:
Di-So 10-18 Uhr
Do 10-20 Uhr

 

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