Hamburger Kunsthalle: Unfinished Stories

Unfinished Stories nimmt die Geschichte der Kunst seit den 1960er Jahren bis in die 2000er Jahre in den Blick. Die Ausstellung der Hamburger Kunsthalle macht die Gleichzeitigkeit des Ungleichen, das Nebeneinander und Überlappen unterschiedlicher Stile und Strömungen anschaulich.

Die Schau erzählt Geschichten im Plural. Anhand von drei Erzählsträngen, die mitunter durch Blickachsen miteinander verwoben sind, geht die Präsentation zentralen Themen und Entwicklungen seit den 1960er Jahren nach. Da ist zum einen der Mensch selbst und seine Darstellung in der Kunst.


Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, Geschlechterrollen, Familienkonstellationen und Zwischenmenschliches werden befragt. Zum anderen gewinnen das Material selbst, seine Beschaffenheit und sein Eigencharakter an Bedeutung. Prozesshaftigkeit, Transformation von Energie und Zeitlichkeit sind in diesem Zusammenhang wichtige Stichworte. Ein dritter Erzählstrang widmet sich innovativen Strategien in der Kunst seit den 1960er und 1970er Jahren. Tradierte Konventionen werden infrage gestellt und mitunter gebrochen. Die Idee wird zur Kunst erhoben und muss nicht zwangsläufig materialisiert oder ausgeführt werden. Vor allem gewinnen die Betrachter an Bedeutung: Ihnen kommt nun eine veränderte, aktivere Rolle zu.
Die Künstler Franz Erhard Walther, Arthur Köpcke und Felix Gonzalez-Torres nehmen daher eine zentrale Position ein und stehen stellvertretend für einen "offenen Werkbegriff", der den Betrachter als Vollender und Komplizen der Kunst versteht.


Info:
Unfinished Stories, zu sehen bis 29. August 2021
Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5
20095 Hamburg


Öffnungszeiten:
Mo geschlossen
Di-So 10-18 uhr
Do 18-21 uhr

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