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Galerie Judith Walker

Peter Sengl - Susanne Sengl-Lacomb - Deborah Sengl

Tiere und Menschen, Opfer und Täter, gehäutet, getarnt, gezüchtet, enttabuisiert, schrecklich schön, aberwitzig skurril, manisch obsessiv. Es scheint, als gäbe es themenbezogen einiges Verbindendes zwischen den KünstlerInnen. Bei genauer Betrachtung werden jedoch die Schnittstellen, wird die Individualität des Einzelnen klar erkennbar.

Deborah Sengl, die sich in ihrer Arbeit mit den Themen Tarnung und Täuschung, Maske und Simulakrum, auseinandersetzt: „Ich glaube, es ist gut, dass wir Menschen die Möglichkeiten haben, durch verschiedene Tarnungen in verschiedene Positionen zu gelangen. Auch wenn der Mensch im Gegensatz zum Tier sich ökologisch oft nicht sinnvoll tarnt.“

Peter Sengl, der in seinen Zeichnungen, die gefährlichen Obsessionen und gesellschaftlichen Deformierungen zu eigenwilligen Bildfindungen verdichtet: (…) „Wenn ich die für mich typischen Elemente weglasse, also nur eine Frau mit Papagei malen würde, wäre mir fad. Ich brauche diese Spannung aus dem Abstrakten und dem Gegenständlichen. Da muß eine Schnittstelle im doppelten Sinne passieren.“(…)

Susanne Lacomb, von ihrer Tochter Deborah als „Konzeptkünstlerin der ersten Stunde“ bezeichnet, setzt sich in ihrer Arbeit mit menschlichen Posen auseinander. „Bei den Arbeiten“, so die Künstlerin, „die ich selten zwar, aber immer wieder seit 2000 mache, geht es grundsätzlich immer um das Miteinander von 2 Personen (vorzugsweise Tanzpaare – wegen der Spannung und Dynamik), die in Folge dann 2fach kopiert, geschnitten und geflochten werden (unten durch – oben drüber), was einerseits dann eine durchaus kontemplative Beschäftigung ist, der Arbeit aber noch zusätzlich eine weitere Dimension verleiht.“

Exhibition opening: 13. April 2008

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