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Seilerstätte 19
1010 Wien
Österreich
Tel: +43/1/512 09 10
Fax: +43/1/804 30 63
Mobil: +43/676 338 71 45
(Lukas Feichtner)
email: info@feichtnergallery.com
www.feichtnergallery.com
Di-Fr: 10.00-18.00 Sa: 10.00-16.00
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Galerie lukasfeichtner
Christian Keinstar: Cover Me
Das Hauptwerk der Ausstellung ist eine zwei Kanal HD-Video Installation mit dem Titel „Cover Me“, die das Ergebnis einer Videoperformance in der Wüste Kalifornien ist.
Kalifornien ist ein Land der Bilder, sowohl der Traumfabrik aber auch der trockenen Flussbetten und der tobenden Feuerstürme. Überfluss und Leere scheinen im Einklang die Menschen zu prägen, die in verschwenderischen Swimmingpools auf das „next Big Thing“ gelassen warten. Diese 24h lang geöffnete Fassadenlandschaft schimmert meistens als eine endlose Projektion auf der Windschutzscheibe von L.A und ist längst ein Imitat ihrer selbst geworden. In dieser nach außen gestülpter Megacity, dieser Exopolis, malte David Hockney
seine berühmte Swimmingpool Serie.
Die menschenfeindliche Wüste ist existenziell und genauso elementar wie der Kampf der Menschen gegen das Feuer in der Region. Mit spektakulären Löschflugzeugen, gefüllt mit spezieller Löschchemikalie mit malerischer Färbung, wird der amerikanische Lebenstraum verteidigt. Die Feuerwehr ist längst der wahre Star in Malibu, welches nach jeder Rettungsaktion übersät ist mit roten Schwimmbecken, die anschließend von billigen mexikanischen Arbeitern mit Hektolitern Wasser aus 1000 Meilen entfernten Reservoirs so selbstverständlich erneuert werden.
„Cover Me“ greift alle diese Aspekte auf, entfremdet sie in einer aufwendigen Produktion und schmelzt alle diese Verläufe in einer 50 Grad heißen Wüste zusammen. Einflüsse aus der Landart, Whitecube-Ästhetik und dem angrenzenden Hollywood stehen in einem spannenden Kontrast zueinander. Die absurde Platzierung des „Swimmingpools“ in der Einöde, das laute Befüllen aus der Luft mit einem Airtanker, die ungewöhnliche Farbigkeit, verleihen der Performance eine entrückte, psychedelische Stimmung.
Das Projekt begleitet eine Reihe von Fotoarbeiten, mit Focus auf die malerische Komponente des durch die Luft fliegenden gefärbten Wassers. In der Performance „Sinewave South“ liegt eine nackte Frau auf einem Podest im Raum. Alle drei Minuten entweicht zischend ein Nebelschleier von einer keinen Maschine, die um ihren Fuß gebunden ist. Dieser umhüllt für einige Augenblicke ihre Füße und Beine.
Die konkrete körperlich-sinnliche Präsenz des nacktem Körpers erfährt eine enorme Steigerung durch die rudimentäre und ephemere Verhüllung, die dem Körper eine magische Aura verleiht.
Exhibition opening: 19. September 2008
























