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Galerie Frey

6 x 3

Bernard AMMERER
Adrienn KISS
Philip PATKOWITSCH
Christian PLATNY
Josephine SCIANNA
Jimmy ZUREK

 

Mit sechs (noch) leistbaren Malern und Malerinnen zeigt die Galerie Frey ihren Nachwuchs.

Ihre Posen haben etwas Stereotypes: Sie joggen, sitzen, knien oder stehen einfach nur da. Ihr Blick trifft selten auf den des Betrachters, vielmehr schweift er in die Ferne, in eine Zukunft, die noch so offen scheint. Die Figuren in Bernhard Ammerers Malereien repräsentieren die Generation des 1978 Geborenen. Der Schauplatz, an dem sie agieren, ist die Peripherie. Füllte Ammerer in früheren Arbeiten den Bildraum noch zur Gänze aus, beeindruckt sein jüngstes Schaffen nun vor allem durch skizzenhafte Leerstellen, durch eine zeichnerische Qualität, die in einem spannungsreichen Dialog mit dem Gemalten steht (4700–5900 Euro).

 

Ammerer ist einer von sechs Malern, von denen die Galerie Frey diesen Sommer je drei Bilder zeigt, daher der Titel der Ausstellung: „6 x 3“. Ihr Zusammenhalt ist bewusst lose gewählt: Sie sind alle unter 40 und haben sich der figurativen Malerei verschrieben. Die Galerie verweist damit nicht nur auf ihren programmatischen Schwerpunkt, sondern auch auf ihre Aufbauarbeit. Adrienn Kiss (*1978) und Josephine Schianna (*1980), beide Studentinnen der Wiener Akademie der Bildenden Künste, werden von Frey bereits seit einiger Zeit vertreten. Schiannas flächenhaft strukturierte Leinwandarbeiten, die Passanten in U-Bahnwaggons zeigen, haftet ein Touch fotografischer Schnappschüsse an. Kiss' großformatige Porträts dagegen wirken, als würden sie auf ganz nah herangezoomten Aufnahmen basieren. Die malerische Verwendung von Farbstiften verleiht den Bildern eine Zartheit, als wären sie hingehaucht.

Polarforscher des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts erklärt Philip Patkowitsch (*1981) für bildwürdig. Die Dargestellten wirken dabei, als wären sie eben erst der Kälte entstiegen, so frostig sind ihre graublauen Gesichter. Christian Platny (*1970) malt in Öl auf Baumwolle, wodurch das Dargestellte wie in Nebel getaucht anmutet. Ein Mann in einem Boot, ein Junge, der auf einer Mauer sitzt, an der ein Fahrrad lehnt – nostalgische Szenen dieser Art erinnern irgendwie an Kalenderblätter vergangener Tage.

Wie Philip Patkowitsch und Christian Platny zählt auch Jimmy Zurek zu den mit dieser Schau erstmals von der Galerie Frey vertretenen Künstlern. Seine Mischtechniken huldigen dem englischen Fußball ebenso wie humorvollen Wortspielereien. Obschon seine Beiträge mit figurativer Malerei, die ja einen thematischen Aufhänger dieser Ausstellung bildet, überhaupt nichts gemein haben, bringt Zurek ziemlich frischen Wind in diese Runde von dezidiert malerischen Positionen. Wind, der dank eines Ventilators pfeift, und zwar durch ein Trainingstrikot der englischen Nationalmannschaft. ("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.08.2008)

 

Ausstellungbeginn: 24. Juli 2008
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