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Galerie Frey

Oliver Kropf: Happy Hour

Oberflächlich, so im Vorbeigehen betrachtet, scheint der Titel der Ausstellung „Happy Hour“ fröhlich und farbenfroh umgesetzt. Doch schnell offenbart sich die abgründige, rätselhafte Welt des Oliver Kropf: Figuren, die sich aus Märchen, Sagen und Mythen in unsere hektische, zerstörte und verstörende Welt herüber gerettet haben könnten, bevölkern Räume, in denen sie sich ihren Platz zu erkämpfen scheinen. Und doch wirken sie hilflos – passiv in ein Schicksal ergeben, das ihnen selbst unbekannt zu sein scheint. Wie übereinander liegende Filmsequenzen, die Kriege und Katastrophen festhalten, wirken die in vielen Schichten aufgebauten Bilder.

Mit kräftigen Pinselstrichen setzt Oliver Kropf seine leuchtend bunten Figuren in menschenfeindliche, apokalyptische Szenarien. In verlassenen Fabriken, zerbombten Häuserschluchten, verletzten Landschaften agieren seine Protagonisten. Oft sind es klischeehafte Männer, die sich auf der Jagd oder im Krieg befinden. Doch diese starken Männer sind verletzlich. Der Krieger scheint verzweifelt zu sein und vergräbt sein Gesicht in der Hand, der Clown vergisst seine Rolle und wirkt selbst verletzt und ängstlich.

 

Eine „Happy Hour“, die zur Entdeckung einlädt und für die man sich Zeit nehmen sollte, weil die Arbeiten mit ihren albtraumhafter Sequenzen immer noch eine weitere Geschichte zu erzählen scheinen.

 

Exhibition opening: 29. September 2009
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