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Di – Fr: 11.00-18.00
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Galerie Konzett
ZEUGAORTAPLACENTATAS
ZEUGAORTAPLACENTATAS (IRRNOMINÖS-PARABOLIC-UREX REFLECTIOXYTOCIN-VERSTECK) - Christian Eisenbergers Wortkreationen – nur im ersten Moment unlesbar – genügen, um sein Ausstellungskonzept gedanklich zu erfassen.
Der Ausstellungstitel ZEUGAORTAPLACENTATAS verweist auf Zeugung, Herz und Hauptschlagader, Schwangerschaft und jede Menge an Daten, die in den „informationsevolutionsgenen“, wie er sie nennt, umherschwirren. Die Ausschüttung des Hormons OXYTOCIN im Untertitel schließlich macht müde – nach dem Orgasmus, es setzt die Wehen in Gang, und erhöht den Milchfluss der stillenden Mutter. In der neurochemischen Forschung wird es mit Liebe, Vertrauen und Ruhe in Verbindung gebracht. Ein reflexives, intim-öffentliches Lebens-Kunstwerk, das sich in seiner Gesamtheit den wirklich großen Themen annimmt.
Weil die gewaltigen Akte von Zeugung und Geburt, eingebettet in Leben, Sterben und Geschlechtlichkeit, immer auch Beziehungsbilder sind, lädt Christian Eisenberger zwei Künstlerinnen ein, um mit ihm die Ausstellung zu bestreiten. Von Amina Broggi stammen die verletzten Babypuppen in Acryl sowie ein Porträt von Eisenberger, das ihn als Clown zeigt. Sein Gesicht, mit einem geschminkten Spinnennetz überzogen und von Fliegen besetzt, ist der Vergänglichkeit preisgegeben. Barbara Husar verknüpft Nabelschnüre von Schafen zu einer mit Fotos und Zeichnungen bestückten Installation, die ihre Erfahrungen in der Wüste Sinai widerspiegeln. Auch die „Engelsflügel-Klebebandfigur“ und das aus Wasserwagen gebaute Kreuz Eisenbergers bringen Religion ins Spiel, ohne die das Rätsel des Lebens, und also der Weiblichkeit, nicht zu entschlüsseln scheint. Dazwischen baumelt ein Lichtgalgen, sind grob geschnitzte, aneinander gekettete Holzkeulen, Räucherbilder, Haarobjekte und Malereien wie die „SHIT“-Bilder ausgestellt, die auf Eisenbergers UREX-Kosmos verweisen und stark nach Leben riechen.
Geruchsintensiv, penetrant und lebendig ist denn auch die Ausstellung. Fünf Weinbergschnecken sind Teil der mit Klebebandschaukeln bestückten Installation. Ein Wagnis, zu schaukeln? Der Künstler macht es unbeirrbar vor. Neben ihm ein geschmiedeter, rot lackierter Wanderrucksack an der Schnittstelle zwischen Natur und Stadt, Land Art und Großstadtgalerie. Nicht dem Ursprung von Kunst wird hier nachgegangen, sondern, lebensassoziativ, ihrem Sein, Werden und Vergehen.
Exhibition opening: 18. Juli 2008























