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Galerie Konzett
Hofstetter Kurt: Ich schaue in den Himmel, um mich zu erden. Parallelität und Kreislauf 10
Sound-, Licht- und Computerinstallationen, Skulpturen im öffentlichen Raum, experimentelle Kunstvideos, Musikkompositionen, mathematische Reflexionen und die Generierung geometrische Muster, sogenannter Parkettierungen – das Werk des Konzept- und Medienkünstlers Hofstetter Kurt (geb. 1959, Linz) ist vielseitig und vielgestaltig, dabei jedoch von höchster Konzentration und Einheit. Es sind die Themen Zeit und Raum, Parallelität und Kreislauf, denen sich Hofstetter nähert, neugierig-spielerisch und wissenschaftlich-präzise zugleich. Vertreten auf den Biennalen Sevilla (2008) und Venedig (2009), ist er in Österreich sicher den meisten bekannt durch seine 1994-2009 im Wiener Südbahnhof installierte, heute in veränderter Konstellation prominent am Portal des ZKM Karlsruhe angebrachten, Computerinstallation Einen Augenblick Zeit: Zwei einander gegenüberhängende Monitoraugen warfen sich per Lidschlag die aktuelle Uhrzeit zu, während unter ihnen auf den Rolltreppen Reisende die Passage durchschritten – Ankommen, Abfahren, Innehalten, Wiederkehr.
Raum und Zeit reflektiert auch das internationale Medienkunstprojekt Sunpendulum mit dem Hofstetter weltweit Anerkennung fand. Seit 1996 kontinuierlich weiterentwickelt, übertragen heute zwölf in unterschiedlichen Zeitzonen rund um den Erdball installierte Videokameras Himmelsbilder per Liveschaltung ins Internet. Hawaii, Ensenada, New Orleans, Bermuda, auf die Azoren, nach Granada, Kairo, Dubai, Kalkutta, Hongkong, Tokyo und die Marshall Inseln sind die Stationen der Zeitaugen. Ziel des Projekts ist es, einen Pavillon – Station PHI – zu realisieren, der in seinem Inneren 12 in einem Kreis installierte Monitore versammelt, die das eingefangene Licht ausstrahlen und Tag und Nacht parallel erlebbar machen: „Mit der Zeit, das heißt mit der Rotation der Erde, wandert das Licht der Sonne auf der Erde. Ein stetiger Kreislauf von Licht parallel zum Schatten, von Tag parallel zur Nacht.“
Exhibition opening: 26. Februar 2010
























