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Galerie nächst St. Stephan

Joelle Tuerlinckx: Le present absolument

Joëlle Tuerlinckx arbeitet mit Materialien und Situationen. Ihre Installationen beinhalten u.a. Papierarbeiten, Diapositive, Filme und Materialien, die oft vor Ort gefunden werden. Ihr visuelles Vokabular sind Bücher, Vitrinen, Videomonitore und nicht zuletzt die Räume selbst. In Tuerlinckx’ so genannter „Stretch“-Methode werden sie als 1:1 Modelle verdoppelt, als skulpturale Volumina, deren Wände und Böden Markierungen erfahren, um in ihrer bloßen Faktizität wahrgenommen zu werden. Nichts anderes zu tun, als was bereits getan ist („alles ist schon vorhanden“), ist eine erklärte Absicht.

 

In dieser Ausstellung zieht Joëlle Tuerlinckx die Konturen der Räume nach. Als Modelle unterschiedlichen Maßstabs finden sie sich im letzten Raum in einer Vitrine versammelt, als Komprimierung von Raum und Zeit in einer nicht-möglichen Außenperspektive. Der Galeriefußboden wird als Frottage gescannt und auf Tücher gedruckt. Blaues Donauwasser und das Rosarot der Konditorei Aida kommen an den Wänden zum Einsatz, ein Kreuz markiert den Ort, wo ein Bild hängen könnte, und findet sich auf einem Stein wieder, spezielle Beleuchtungssituationen stellen natürliche oder auch “falsche” Schatten her.

 

Mit der Kombination verschiedener Zeichensysteme steht Tuerlinckx in der Tradition ihres Landsmanns Marcel Broodthaers. In der gleichrangigen Behandlung von Original und Reproduktion, von Referenzen und Aneignungen, von Bild und Wort unterläuft sie die Identitätskonstruktionen von Kunst und erweitert auf poetische Weise die Möglichkeiten künstlerischer Rezeption.

 

 

Ausstellungbeginn: 26. April 2008
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