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Adam Adach: Go-Between

Adam Adach thematisiert in seiner Malerei Symbole und Motive aus der Geschichte Polens, welche gleich jeder Narration immer auch auf sich selbst und ihre Konstruktion von Wirklichkeit verweist. In vielen Schichten, die immer wieder übermalt werden, sich teils ver- und teils enthüllen, blitzen so genannte historische Momente auf, Residuen, Reste aus der Vergangenheit, die im weiteren Verlauf eine Umdeutung erfahren und von anderen, oft gegenteiligen Erzählungen in Dienst genommen werden.

Adam Adachs Bilder sind voll von Ambiguitäten, ihre paradoxalen Konstruktionen verstören. Sie benennen Momente des kritischen Umschlags in religiöser, politischer und zeitlicher Dimension und die Unmöglichkeit ihrer Repräsentation. Adach verwendet grafische Zeichen, Dreiecke und fünf- oder sechszackige Sterne, und betont den subordinierenden Charakter von Symbolen und die „Migration“ ihrer Bedeutungen zwischen jüdisch christlichem und politischem Gebrauch - als Davidstern und Rosa Winkel. Im Gemälde „Liberation“ wird der Rote Stern als Symbol des Kommunismus assoziiert, jedoch ist seine Mitte, aus der Licht und Befreiung strahlen sollten, mit einem weißen Fragezeichen besetzt. In einer Fotografie überblendet der Rote Stern eine weiße Statuette des Franz von Assisi und lässt in seiner Mitte eine weiße Taube frei.

Vögel und Engel, ihre geflügelten Verwandten, werden zu unsichtbaren Go-Betweens, sie unterwandern die Machtsphäre des Symbolischen und fungieren als Mittler zwischen der großen Erzählung und privater Mikro-Historie, zwischen den ersten und letzten Dingen, zwischen Leben und Tod.

 

Exhibition opening: 8. September 2010
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