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Galerie hilger contemporary

Erik Binder, Kenichi Yokono: Panta Rhei

„Panta rhei! Das ist meine Definition von Stil. Es ist auch die Überschrift auf verschiedenen, mit Aerosoldosen gesprayten Bildern, die ich Ende Februar 2007 zu malen begann. Die Technik beruht auf meiner früheren Erfahrung mit der Graffiti-Kunst, aber bei diesem Stil zerlaufen die Farben und bilden Tropfen. Sie steht in einem gewissen Widerspruch zu den perfekten Meisterwerken der Könige der Graffitikunst. Wenn ich den Zwang dieses beruflichen Perfektionismus überwinde, eröffnet sich mir der Freiraum eines glücklichen Idiotismus. Es geht hier mehr um einen expressionistischen, brutal sensiblen Punk. Ich mag den dynamischen Aspekt der ineinander fließenden Farben, den man in diesen statischen Bildern findet. Er erinnert mich an den Satz des Heraklit von Ephesos: Panta rhei! (Alles fließt … fließt … fließt). Wie ein Fluss, wie Regen, Tränen und Zeit, oder Sperma oder Pisse … oder Flüchtigkeit. Man kann es auch als rohe Graffiti-Kunst bezeichnen. Das war die Grundlage und mir gefiel bei der Arbeit, dass ich eine Art von glücklicher Idiot war, und ich schuf spontane Kompositionen auf Papier und jetzt auch auf großer Leinwand. Wenn ich male, kommt es mir so vor, als ob ich ein Fernsehbild, das zuerst nur eine grobe Körnung/Geräusche zeigt, scharf einstelle, bis ich schließlich ein Programm voll im Bild habe. Die vulkanische Aussage über die Ausbrüche des glücklichen Idioten steht im Gegensatz zur Gegenwart des Heraklit auf diesen Bildern, die vielen etwas depressiv erschien.“
Eric Binder hat die Slowakische Republik im Jahr 2003 bei der Biennale von Venedig vertreten, er wird bereits zum zweiten Mal im hilger contemporary gezeigt.

 

Exhibition opening: 20. Jänner 2009
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