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Galerie Lang Wien

Die einen und die anderen

Es ist kein Zufall oder der Tradition des Figürlichen zuzuschreiben, dass Annerose Riedl nur weibliche Figuren zeigt – die Darstellung resultiert aus der Selbstwahrnehmung der Künstlerin als ihr Instrument und Vokabular. Die Proportionen und die Gestalt der Figuren Riedls werden charakterisiert durch Abweichungen vom Gleichgewicht oder gängigern Schönheitsideal und sind aussagekräftiger als die Darstellung von Ebenmäßigkeit. Fast deformiert, nicht eigentlich schön, manchmal derb haben die Figuren immer eines: Würde und aufrechten Stolz, mit fast liebevoll, bisweilen ironisch behandelten körperlichen Unzulänglichkeiten und deren sinnlichen Qualitäten.
Die Künstlerin hatte bereits zahlreiche Ausstellungen u. a. in Passau, Wien, Bregenz, Steyr, München, Freiburg, Frankfurt und Zürich.

 

"Annerose überfällt einen Holzstamm wie eine ungestüme Geliebte ihren Liebhaber-zuerst Attacke. Der Ausgewählte aus Lindenholz wehrt sich gegen diesen Angriff, ihm genügt sein Zustand. Machtergreifung,Verstümmelung,Kunst. Annerose betrachtet den von ihr vom Stamm gesägten,gehauenen,gestemmten Abfallhaufen..." (Alois Riedl)

Exhibition opening: 29. Mai 2008

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