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monogrammiert
Öl auf Leinwand
65 x 55 cm
Ab Mitte der 20er Jahre erreicht Kokoschka seine größte künstlerische Reife. Alle Aspekte seiner Malerei vereinen sich. Dies ist sehr wirkungsvoll in der Darstellung des Herkules sichtbar. Zwischen Frühjahr und Herbst 1933 während Kokoschkas Aufenthalts bei Bob Gésinus Visser in Rapallo (ca. 33 km südöstlich von Genua) entstand die großartige Darstellung der antiken Statue des Herkules. Die Faszination des Gemäldes geht von der lebendigen Wirkung der Statue aus. Herkules ist nicht als statisches Denkmal des Giganten aufgefasst, sondern als Mensch (als Kokoschka selbst). Die Haltung der Figur – Standbein, Spielbein – gibt den Eindruck des Schreitens wieder. Neben der Farbgewalt Kokoschkas ist es die Beseelung von Figuren, die sein herausragendes Talent in der Malerei ausmacht. Zugleich verstärkt die transparente Gestaltung von Nische und pflanzlichem Beiwerk die unglaubliche Leichtigkeit der gesamten Darstellung. Das Gemälde wurde noch im selben Jahr, Dezember 1933 in der Galerie Feigl in Prag zum ersten Mal ausgestellt.
Dok.: H.M. Wingler „Oskar Kokoschka, Das Werk des Malers“, Salzburg 1956, Nr. 273
Ausstellungskatalog „Oskar Kokoschka – ein Vagabund in Linz. Wild, verfemt, gefeiert“, Lentos, Linz 2008, S. 97
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