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Farbstift und Kreide auf Papier

29,8 x 21,3 cm

Links oben betitelt, signiert und datiert: Der rote Tod (II) Brus 78
Rückseitig gewidmet, signiert und bezeichnet: Für Ri K G Brus Karton Nr. 713 Abstand 1/2

Selbst im Medium der Zeichnung ist Günter Brus‘ Werk von Provokation und Sensibilität für den Körper geprägt. Aufgrund des umfangreichen Zitatsystems, das seine Zeichnungen mit einem Netz aus Metaphern und Symbolen umspannt, ist es Brus ein Leichtes, mit jedem Bild zahlreiche Assoziationen zu wecken. Die weibliche Figur in der Zeichnung „Der rote Tod II“ eint erotische Frauengestalten von betörenden Sirenen bis hin zu der unheilverkündenden Personifikation der Pest in Edgar Allen Poes Werk "Die Maske des roten Todes" von 1842.
Peter Assmann beschrieb Günter Brus‘ zeichnerisches Werk wie folgt: „In absoluter Konsequenz baut Brus eine symbolhaft mythologische sowie charakteristisch individuelle Bildwelt auf, die von gesteigerter Sinnlichkeit und einem umfassenden Zitatsystem geprägt ist. Kunsthistorische und persönliche Erinnerungen, Klischeebilder bzw. ausgreifende ikonographische Konzeptstrukturen verweisen auf einen weit gespannten, künstlerischen Kosmos von interagierenden Bedeutungsebenen im beständigen Wechselspiel von Worten und Bildern.“ 1

1 Peter Assmann, Zeichnung und Körper – Entwicklungen seit den 60er Jahren, in: Wieland Schmied (Hg.), Geschichte der Bildenden Kunst in Österreich. Bd. 6, 20. Jahrhundert, Wien 2002, S. 353

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Brus Günter

Der rote Tod (II)

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