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Friedrich Aduatz

Friedrich Aduatz wurde 1907 im kroatischen Pula geboren und war Lehrer. Neben seiner Lehrberufung besuchte er Abendkurse an der Kunstgewerbeschule und an der Landeskunstschule, an der er von Wilhelm Thöny unterrichtet wurde. In den 1930er Jahren wurde er Mitglied der Grazer Sezession und des Hagenbundes in Wien, den beiden wichtigsten Künstlervereinigungen in Österreich.

 

Friedrich Aduatz war bekannt für seine abstrakte Malerei und Grafik. Dies führte dazu, die 1938 zur letzten Hagenbund-Ausstellung geschickten Bilder nach deren Verbot durch die Nationalsozialisten einfach nicht mehr abzuholen. Aduatz fühlte sich als "entarteter Künstler" und als Lehrer mit sozialistischer Vergangenheit existenziell bedroht und wurde Mitglied der NSDAP, um sich abzusichern.
Gleichzeitig dokumentierte er seine Einstellung durch resistentes Verhalten und in regimekritischen Werken, deren Auffindung während der NS-Herrschaft ihn der Verfolgung durch die Gestapo ausgesetzt hätte.

 

Nach dem Kriegsende versuchte er an das vor 1938 erreichte künstlerische Niveau anzuknüpfen und wurde 1956 und 1958 zu den wichtigen Ausstellungen österreichischer Malerei in Amsterdam und Montevideo eingeladen.

 

Friedrich Aduatz Künstler starb 1994 in Voitsberg.