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Hermann Nitsch

Hermann Nitsch wurde 1938 in Wien geboren und absolvierte von 1948 bis 1956 die graphische Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Daneben setzte er sich intensiv mit Literatur, Kunst und Philosophie auseinander.

 

1957 bekommt Hermann Nitsch einen Job als Gebrauchsgraphikers am technischen Museum. Dort entstehen seine erste Ideen zu seinem später berühmten Orgien- und Mysterien-Theater, bei dem alle fünf Sinne der Teilnehmer direkt angesprochen werden.

 

Von 1960 bis 1966 hat Nitsch eine rege Aktions- und Ausstellungstätigkeit in Wien, welche mehrere Prozesse und drei Gefängnisstrafen für den Künstler nach sich zieht. Daneben feiert der umstrittene Künstler in London beim “Destruction in Art Festival” große Erfolge.
1968 übersiedelt Hermann Nitsch nach Deutschland, von 1968 bis 1978 ist er mit dem Ankauf seines niederösterreichischen Schloßes Prinzendorf beschäftigt. 1980 holt die Frankfurter Städelschule Hermann Nitsch zu einer Gastprofessor nach Frankfurt. 1985 lädt ihn die Kunstakademie Hamburg zu einer Gastprofessur ein.
Aufsehen erregt 1987 seine Malaktion in der Wiener Secession. 1988 vertritt Hermann Nitsch Österreich bei der Kunst-Biennale in Sydney. Seit 1989 leitet der Künstler immer wieder an der Salzburger Sommerakademie eine Klasse für Malerei.

 

1995 erhält Hermann Nitsch von der Wiener Staatsoper den Auftrag, die Oper “Hérodiade” von Jules Massenet auszustatten und bei der Inszenierung auch die Regie zu übernehmen.
1996 Aufführung der 96. Aktion, 12 Stunden, San Martino, Neapel und der 38. Malaktion im Schömerhaus, Klosterneuburg, organisiert von Karl-Heinz Essl.